
Spannende Einblicke in Spitzentechnologie beim Fraunhofer FHR
Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Landesarbeitsgruppe "Innovationstransfer" der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Nordrhein-Westfalen (MIT NRW) besuchte ich gestern gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) in Wachtberg.
Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) zählt zu den führenden Forschungseinrichtungen Deutschlands im Bereich der Radartechnologie. Im Rahmen einer umfassenden Präsentation und einer beeindruckenden Führung erhielten wir exklusive Einblicke in die Entwicklung modernster Radarsysteme, industrielle Hochfrequenzanwendungen sowie die Weltraumlageerfassung.
Besonders beeindruckend war die große Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten. Die entwickelten Technologien kommen längst nicht mehr ausschließlich im sicherheitsrelevanten Bereich zum Einsatz, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für zahlreiche industrielle Anwendungen – beispielsweise in der Qualitätskontrolle, der zerstörungsfreien Materialprüfung oder bei innovativen Fertigungsprozessen. Deutlich wurde dabei auch, wie eng Forschungseinrichtungen und mittelständische Unternehmen zusammenarbeiten können, um neue Technologien erfolgreich bis zur Marktreife zu entwickeln.
Ein besonderes Highlight war die Besichtigung der weltweit einzigartigen Großradaranlage des Instituts. Die technischen Dimensionen, die Präzision der Anlage und die Erläuterungen ihrer Einsatzmöglichkeiten verdeutlichten eindrucksvoll die technologische Spitzenstellung des Forschungsstandorts Deutschland. Gleichzeitig wurde sichtbar, welche zentrale Bedeutung diese Technologien für die Sicherheit im Weltraum, den Schutz kritischer Infrastrukturen und zahlreiche industrielle Zukunftsanwendungen besitzen.
Der Besuch hat eindrucksvoll verdeutlicht, wie wichtig der enge Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik für den Innovationsstandort Deutschland ist. Innovationen entstehen nicht im Alleingang – sie benötigen den kontinuierlichen Wissenstransfer sowie starke Partnerschaften zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Genau hier setzt die Arbeit der Landesarbeitsgruppe Innovationstransfer an: Forschungsergebnisse schneller in die betriebliche Praxis zu überführen und damit die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit insbesondere des deutschen Mittelstands nachhaltig zu stärken.
Mein herzlicher Dank gilt dem gesamten Team des Fraunhofer-Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) für die hervorragende Organisation, die spannenden Vorträge und die offenen Gespräche. Ebenso danke ich dem Sprecher der Landesarbeitsgruppe "Innovationstransfer", Prof. Dr. Klemens Störtkuhl, sowie Rolf Steinkühler für die ausgezeichnete Vorbereitung und perfekte Organisation dieses informativen Besuchs.
Der Austausch hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Innovationskraft in Deutschland vorhanden ist und welches Potenzial sich daraus für unsere Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Deutschland ergibt.
Frank Kramer
