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Sechs Personen stehen lächelnd in einer Gruppe vor einer Wand mit Firmenlogo und Poster.

MIT vor Ort bei Hermann Vogt BedachungenGmbH & Co. KG: Bürokratieabbau und Leistungsanreize im Fokus


Wie wirken sich politische Rahmenbedingungen auf den Alltag mittelständischer Handwerksbetriebe aus? Dieser Frage ging die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Hochsauerlandkreis bei ihrem jüngsten Unternehmerfrühstück am 8. Oktober 2026 bei der Hermann Vogt GmbH & Co. KG in Arnsberg nach. Im Mittelpunkt standen Bürokratieabbau, öffentliche Auftragsvergaben, Mitarbeiterführung und die Zukunft des Handwerks.


Das 1910 gegründete Familienunternehmen blickt auf mehr als 115 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Heute beschäftigt der Betrieb rund 50 Mitarbeiter und verbindet traditionelles Handwerk mit modernen Unternehmensstrukturen, Digitalisierung und einer langfristig geregelten Unternehmensnachfolge.

Im offenen Austausch mit der Unternehmensführung wurde insbesondere die zunehmende Bürokratie thematisiert. Langwierige Genehmigungsverfahren und aufwendige Vorgaben bei öffentlichen Ausschreibungen stellen Handwerksbetriebe vor erhebliche Herausforderungen. Kritisch diskutiert wurde dabei auch die Vergabepraxis öffentlicher Auftraggeber. Aus Sicht des Unternehmens müssen neben dem Angebotspreis insbesondere Qualität, Zuverlässigkeit und die tatsächliche Leistungsfähigkeit der ausführenden Betriebe angemessen berücksichtigt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie sich Leistung und Eigenverantwortung stärker fördern lassen.

Die Hermann Vogt GmbH & Co. KG setzt dazu unter anderem auf eine eigene Gesundheitsprämie, transparente Mitarbeiterführung und digitale Arbeitsabläufe. Diese Maßnahmen zeigen, wie das Unternehmen eigenständig Lösungen entwickelt, um Motivation, Zusammenarbeit und betriebliche Effizienz zu stärken.

„Genau dafür haben wir unsere Gesprächsreihe MIT vor Ort ins Leben gerufen“, erklärt MIT-Kreisvorsitzender Frank Kramer. „Wir möchten unmittelbar von den Unternehmerinnen und Unternehmern erfahren, wo Herausforderungen bestehen, welche Lösungen in der Praxis funktionieren und welche Anliegen wir in die Politik tragen müssen.“

Die MIT Hochsauerlandkreis bedankt sich herzlich bei der Familie Vogt für die Gastfreundschaft, die interessanten Einblicke und den offenen, konstruktiven Austausch.

Die Erkenntnisse aus dem Gespräch werden gemeinsam mit den Ergebnissen der bisherigen Unternehmensbesuche gebündelt und in die weitere wirtschaftspolitische Arbeit der MIT Hochsauerlandkreis eingebracht.

Sechs Personen stehen lächelnd in einer Gruppe vor einer Wand mit Firmenlogo.