Mit dem neuen Format „MIT vor Ort – Unternehmerfrühstück“ setzt die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hochsauerlandkreis den direkten Austausch mit Unternehmen im Hochsauerlandkreis fort. Nach der erfolgreichen Premiere bei Nidec DESCH in Arnsberg fand das zweite Unternehmerfrühstück am Mittwoch, 6. Mai 2026, bei der Industrie Elektronik Brilon GmbH (IEB) in Brilon statt.
IEB ist ein familiengeführtes Elektronikunternehmen mit Sitz in Brilon und spezialisiert auf moderne Ladegeräte, Ladetechnik und Energiesysteme. Das Unternehmen entwickelt und produziert unter anderem Ladegeräte und Ladesysteme für Flurförderzeuge, Stapler, Kehrmaschinen, Reha-Anwendungen, E-Bikes, E-Roller, Flughafenfahrzeuge sowie weitere mobile und industrielle Anwendungen.
Am Unternehmerfrühstück nahmen seitens der Industrie Elektronik Brilon GmbH Stefan Fiedler, Geschäftsführer und Inhaber, sowie Frank Bunse, Vertriebsleiter, teil. Die MIT Hochsauerlandkreis war vertreten durch Frank Kramer, Vorsitzender der MIT Hochsauerlandkreis, Antje Wisotzky sowie Friedrich Danne.
Im Mittelpunkt des Treffens stand der offene Austausch über die aktuelle wirtschaftliche Lage, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland und die konkreten Herausforderungen mittelständischer Industrieunternehmen.
Stefan Fiedler stellte die Entwicklung von IEB eindrucksvoll dar. Das Unternehmen wurde 1980 gegründet und hat sich aus kleinen Anfängen zu einem technologisch starken und international ausgerichteten Anbieter im Bereich Ladetechnik entwickelt. Besonders deutlich wurde dabei die Bedeutung der eigenen Entwicklungskompetenz. IEB verfügt über ein eigenes Team von Technikern und Ingenieuren und setzt auf robuste, langlebige und kundenspezifische Lösungen.
„Das Gespräch bei IEB hat erneut gezeigt, wie stark der Mittelstand im Hochsauerlandkreis ist. Hier entstehen technische Lösungen, die weltweit gefragt sind. Gleichzeitig wurde sehr deutlich, dass viele Unternehmen inzwischen erheblich unter Bürokratie, Kostenbelastungen und fehlender Planungssicherheit leiden“, erklärt Frank Kramer, Vorsitzender der MIT Hochsauerlandkreis.
Ein besonderer Schwerpunkt des Gesprächs war der internationale Standortvergleich. Stefan Fiedler berichtete unter anderem über den Aufbau einer eigenen Präsenz in den USA. Dabei wurde deutlich, dass Unternehmen dort teilweise auf deutlich wirtschaftsfreundlichere, schnellere und pragmatischere Rahmenbedingungen treffen. Diese Erfahrungen zeigen aus Sicht der MIT, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb dringend wieder verlässlicher, schneller und unternehmensfreundlicher werden muss.
Im Anschluss an das Gespräch erhielten die Teilnehmer bei einem Betriebsrundgang einen direkten Einblick in Fertigung, Entwicklung, Prüfung und kundenspezifische Anpassung der Produkte. Dabei wurde sichtbar, wie viel technisches Know-how, Flexibilität und Fertigungskompetenz in dem Unternehmen steckt.
„Wir wollen als MIT Hochsauerlandkreis nicht nur allgemein über Wirtschaftspolitik sprechen, sondern konkrete Erfahrungen aus den Unternehmen aufnehmen. Genau dafür ist dieses Format da: zuhören, verstehen, bündeln und die Themen anschließend in die politische Arbeit einbringen“, so Kramer weiter.
Das Gespräch bei IEB machte deutlich, dass erfolgreiche mittelständische Unternehmen grundsätzlich am Standort Deutschland festhalten wollen. Dafür benötigen sie aber bessere Rahmenbedingungen: weniger Bürokratie, bezahlbare Energie, wettbewerbsfähige Lohnnebenkosten, mehr Planungssicherheit, schnellere Verfahren und eine Politik, die die Realität in den Betrieben ernst nimmt.
Ein besonderer Dank gilt Stefan Fiedler, Frank Bunse und dem gesamten Team der Industrie Elektronik Brilon GmbH für die Gastfreundschaft, die offenen Worte und den spannenden Einblick in das Unternehmen.
Die MIT Hochsauerlandkreis wird die gewonnenen Erkenntnisse aus den bisherigen Unternehmerfrühstücken weiter auswerten und in die politische Arbeit auf Kreis-, Landes- und Bundesebene einbringen.
Das Format „MIT vor Ort – Unternehmerfrühstück“ soll künftig regelmäßig bei Unternehmen im Hochsauerlandkreis stattfinden. Unternehmen, die Interesse an einem persönlichen Austausch im eigenen Betrieb haben, können sich gerne bei der MIT Hochsauerlandkreis melden.
